Fasching Teil 2 (von Samstag bis Fasnetsdienstag)
Am Samstag, 14.02.2026 nahmen wir erstmals am Faschingsumzug in Dillweißenstein teil. Trotz äußerst widriger Witterungsbedingungen fanden sich zahlreiche Besucherinnen und Besucher am Straßenrand ein. Wir besuchten den Stand der Höllen-Hexen und manch einer unserer Musiker verweilte bis zum Umzugsbeginn im warmen Guggen-Bus. Bereits am Start war kräftiger Regen vorhanden, wobei sich die Wassermassen durch unsere Regen-Ponchos hindurcharbeiteten. Während des Umzuges herrschte eine kurze Regenpause. An so ein Sauwetter in den zurückliegenden Jahren konnte sich keiner unserer Mitglieder erinnern. Und spätestens bei der Ankunft am Ludwigsplatz verwandelte sich der Umzug wieder in eine Dauerregennummer. Zum Glück waren wir ganz vorne eingeteilt. Trotz der Witterungsbedingungen herrschte entlang der Strecke ausgelassene Stimmung, begleitet von vielen lautstarken „Dill-Wei-Ho!“-Rufen. Aber Alles in Allem gesehen war es trotz des „bescheidenen“ Wetters ein gelungener erster Auftritt beim Umzug in Dillweißenstein.
Weiter ging die Fahrt in den zwischenzeitlich verschneiten Schwarzwald zum Enztal Exzess, der Hallenfasnet des Bauwagen Höfen. Beste Stimmung bereits bei unserem Eintreffen in der gut mit in allen Altersklassen vorhandenem Publikum befüllten, neuen, großzügigen Halle in Höfen. Unser Auftritt gegen 20 Uhr brachte die Wände zum Wackeln und es wurde geschunkelt, getanzt, gelacht und mitgesungen. Erst nach mehreren Zugaben konnten wir die Bühne verlassen. Selbstredend ein weiteres Verweilen bis gegen 23.00 Uhr, während noch weitere Guggenmusik-Gruppen aufgetreten waren. Gegen Mitternacht trafen wir wohlbehalten in heimischen Gefilden ein.
Nach kurzer Nacht auf Sonntag bereits um 09.00 Uhr wieder Schminken im Raible. Schließlich holte uns der Bus um 11.00 Uhr zum Pferdemarkt nach Öhringen ab, wo unsere Freunde von der Hohenloher Alm (Micha, Stefan und Lukas) uns zu zwei Auftritten vor der Alm auf dem Pferdemarktgelände eingeladen hatten. Bei unserem Eintreffen gegen 12.30 Uhr herrschte bereits dichtes Gedränge auf dem Vorplatz. Offensichtlich wartete die unzählige Besucherschar bereits auf uns, wie wir in Gesprächen dann feststellen konnten. Dank guter Werbung der Veranstalter und Erinnerungen an unseren letztjährigen Auftritt hatten sich die Zuschauer rechtzeitig eingefunden, um unseren Liedern zu lauschen und lautstark mitzusingen. Schließlich ist dort unsere Musikart eher nicht so verbreitet. Zwischen und nach beiden Auftritten hatten wir unseren Spaß in der Alm, wobei wohl Einigen die Abfahrtszeit um 17.00 Uhr zu früh erschienen war. Aber ja, besser so, schließlich hatten wir ja weitere Tage noch zu bewältigen. Ein besonderer Dank nochmals an unsere „Drei von der Hohenloher Alm“ für ihr großzügiges Sponsoring. Beiderseits waren wir uns einig, dass dies mit Sicherheit nicht der letzte Auftritt / Besuch in Öhringen war.
Und am Rosenmontag, keiner hätte es gedacht, schon wieder Schminken ab 09.00 Uhr. Schließlich fuhr der Bus zum Rosenmontagsumzug des Fasnetverein Grün-Weiss Böblingen. Aufstellung sowie Umzugsende jeweils im Narrendorf, Mitten in der Innenstadt von Böblingen. Gut, dass wir wie fast immer in diesem Jahr mit dem Guggen-Bus angereist waren. Nach fast zweistündiger Wartezeit mit Startnummer 62 gings dann durch die Menschenmassen an den Straßenrändern. Einigermaßen normales Wetter hatte uns die Warte- und Umzugszeit erleichtert. Erst nach Umzugsende kamen mehrere Schauer, wobei wir uns jedoch in nahegelegenen Einkaufszeilen unterstellen konnten.
Weiter ging die wilde Fahrt direkt ins Herz der Landeshauptstadt, auf den dortigen Marktplatz. Nach dem Rathaussturm war hier ein großes Guggen-Monster-Konzert, wobei sich zahlreiche Guggen aus Süddeutschland und der Schweiz auf der Treppe vor dem Stuttgarter Rathaus abwechselten. Kaum eingetroffen, hatten auch wir unseren Auftritt vor dem großen Marktplatz, welcher gefühlt bis in den letzten Winkel befüllt war. Schon ein tolles Gefühl, vor Tausenden von Beifall klatschenden und mitfiebernden Zuschauern aufzutreten.
Nach unserem ersten Auftritt erwartete uns noch eine viel größere Überraschung: Unsere Stadtführerin Katharina führte uns weiter zur Altstadt – und zwar direkt ins Leonhardsviertel, ein Fleckchen Stuttgart, das uns unschuldigen Guggen bislang eher unbekannt war. Dort legten wir vor den einschlägigen Lokalen zwei weitere Auftritte hin und wurden vom anwesenden Publikum mit großem Beifall belohnt. Die Betreiber der dortigen Gastronomie versorgten uns großzügig mit Getränken und Snacks, alles hervorragend dargeboten und von uns mit ebenso viel Applaus gewürdigt. Die Stimmung im Viertel war ausgelassen, herzlich und voller guter Laune. Zwischen Musik, Gelächter, diversen Gras-Gerüchen und neugierigen Blicken mischte sich schnell das Gefühl, hier genau richtig zu sein. Unser Spiel hallte durch die schummrigen Gassen, und die Reaktionen der Gäste zeigten deutlich, dass wir mit unserer Musik (z.b. Sweet Caroline, Alles aus Liebe, Schrei nach Liebe, Verdammt ich lieb Dich usw.) den Nerv des Abends getroffen hatten. Fehlte nur noch der Spider-Murphy-Hit „Skandal im ….“. So wurde aus einem unvorhersehbaren Altstadt-Tripp ein unerwartet stimmungsvoller Höhepunkt – ein Auftritt, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird und der einmal mehr bewies, wie vielseitig und überraschend eine Guggen‑Tour sein kann.
Aber keinesfalls war nun „Ende-Gelände“. Nein, auch am Fasnets–Dienstag wurde um 09.30 Uhr geschminkt und um 11.30 Uhr bewegte sich der Guggen-Bus nach Herrenberg. Auf Einladung der 1. Narrenzunft Herrenberg nahmen wir erneut im hinteren Bereich unter Laufnummer 60 am Fastnachtsumzug durch die Innenstadt teil. Wiederum tausende Zuschauer säumten die Straßen von Herrenberg und feierten den Fastnachtsdienstag kräftig mit. Müde und erschöpft kamen wir dann rechtzeitig wieder zu Hause an.
Eine tolle Kampagne ging zu Ende, wobei allen Beteiligten, von den Organisatoren / Terminatoren / Verpflegungsteam / Vorstandschaft und Verwaltungsmitgliedern / Sponsoren bis zu den Busfahrern der Fa. Wolf, Ideale und seinen Urlaubsvertretungen sowie dem Musikern und allen Nichtgenannten zu danken wäre.
Ach ja, und am Aschermittwoch, pünktlich um 16.30 Uhr, wurde der Narrenbaum fachgerecht vom Rathausplatz entfernt und eingelagert, um ihn im nächsten Jahr nachhaltig wieder zu verwenden. Danke auch hier allen Beteiligten.
Und am Mittwoch, 25.02.2026, findet / fand die After Kampagnen Party (AKP) im Kleintierzüchterheim Kieselbronn statt.
Gugg die Gaiß, Meck Meck, und schon sind wir wieder für ne Weile weg.
TK







