Auch wenn es schon etwas her ist, wollen wir euch den Bericht zu unserer Mitwirkung beim Open-Air-Theater im Rahmen des Goldstadtjubiläums nicht vorenthalten. Am letzten Juli Wochenden beteiligten sich die Gugge Gaiße freitags und samstags abends am Jubiläumfestival „250 Jahre Goldstadt Pforzheim“ als Akteure des europaweit tätigen Open-Air-Theater-Ensemble TITANICK.
Bereits in der Kampagne 2016/2017 wurde seitens des Organisationsteams um Gerhard Baral an die Vorstandschaft herangetreten, was nicht zuletzt auf die positiven Erfahrungen mit uns Kieselbronnern beim Narrengottesdienst in der Schloßkirche zurückzuführen sein dürfte.
Spontan erklärte sich auch unser Bürgermeister Heiko Faber samt Ehefrau und Kindern zur Teilnahme bereit, nachdem in Pforzheim Bürgermeisternot herrschte und wir somit vorsorglich unseren eigenen Bürgermeister mitgebracht hatten. Trotz zahlreicher Abwerbeversuche blieb er jedoch standhaft und kehrte nach dem Spektakel zur Freude unseres Vorsitzenden Hartmut Seifried gerne in seine heimische Amtsstube zurück.
In zahlreichen Proben mit den in Münster und Leipzig beheimateten Künstlern im Vorfeld der Veranstaltungen auf dem Gelände des ehemaligen Betriebshofes der aufgelösten SVP wurde ein Konzept erarbeitet, das die Geschichte der Goldstadt Pforzheim darstellte und die Zuschauer integrierte. Durch unseren musikalischen Leiter Uwe Weber wurden die Musikstücke passend zu den erarbeiteten Aufführungen umgeschrieben, so dass wir musikalisch gerüstet waren. Es war ein Erlebnis der besonderen Art, mit den Profis zusammenzuarbeiten und über den Tellerrand hinaus schauen zu können.

Da die Parkmöglichkeiten im Innenstadtbereich bei den Veranstaltungen am Freitag und Samstag sehr begrenzt waren, trafen wir uns nach Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln in einem veranstaltungsnahen Biergarten zum Warm-Up, wo wir bereits mehrere Musikstücke zum Besten geben konnten.

 

Im Anschluss verkleideten wir uns als Einwanderer-Arbeiter mit den eigens dafür angefertigten Kostümen in den am Marktplatz angemieteten Räumlichkeiten.

 

Nachdem der Sattelzug in Form einer Schmuckschatulle beim Waisenhausplatz seine Fahrt aufgenommen hatte, stiegen wir als Einwanderergruppe gemeinsam mit den Musikern von Bruder Martin und Escola de Samba am Lutherhaus Am Schloßberg in den Tross der Titanick-Darsteller mit ein. Musikalisch begleiteten wir unter Beifall von nahezu 10000 Zuschauern das Open-Air-Theater-Ensemble bis zur Schloßkirche. Dort fand die Hochzeit statt, wobei wir wiederum im Wechsel mit den anderen Musikgruppen musizierten.

 

 

 

 

 

Während die Hauptdarsteller über den Bahnhofsplatz zum Bezirksamtsturm und den Leopoldplatz weiterzogen, erwarteten wir die Gruppen zum großen Farben-Rausch-Finale am Marktplatz, um mit allen Akteuren, Sängern und Musikern nochmals kräftig Gas zu geben. Nach einem atemberaubenden Feuerwerk und Farbenfinale war uns der Beifall der Zuschauer sicher. Nach mehreren Zugaben konnten wir schließlich das Geschehen am Marktplatz verlassen und uns über das nahegelegene Treppenhaus (hervorragend als Schall-Studio geeignet) zurückziehen.
Auf Einladung der Schloßkirchen-Pfarrerin Heike Reisner-Baral fand im Anschluss für alle Akteure bis weit nach Mitternacht eine kleine Abschlussfeier statt, wo wir uns bei der Präsentation und Vorstellung aller Mitwirkenden nochmals positiv beteiligen konnten. Aufgrund vorgerückter Stunde war der Moonlight-Bus längst abgefahren, so dass wir auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen mussten. Einzelne Akteure hatten ihren Heimweg auch zu Fuß angetreten, was wiederum die Nähe Kieselbronns zur Goldstadt bestätigte.
Insgesamt gesehen dürften die beiden herausragenden und einmaligen Veranstaltungen sich als Highlight in die Geschichte der Kieselbronner Gugge Gaiße eingebrannt haben.

Bedanken möchten wir uns noch bei Frau Strobel-Heck, die während den Auftritten viele tolle Fotos von den Gugge Gaiße machte, die wir auf unserer Homepage veröffentlich dürfen.
TK