Am Schmotzigen waren wir zu Gast beim traditionellen Rathaussturm in Bietigheim. Der Einladung der KG Buchfinken und der Wobachspatzen folgend, starteten wir pünktlich um 18 Uhr den närrischen Umzug mit mehreren Häs- und Guggengruppen musikalisch durch die Altstadt in Richtung Rathaus.

Dort angekommen wurde das Rathaus unter großem Jubel der unzähligen Zuschauer erobert und zeitgleich der Narrenbaum gestellt. Im Anschluss verwandelte sich der Marktplatz in ein stimmungsvolles Guggen‑Open‑Air, bei dem mehrere Guggenmusiken abwechselnd für ein kraftvolles und farbenfrohes Klangbild sorgten. Auch wir sorgten in einem 25-minütigem Zeitfenster für beste Stimmung am Marktplatz.

Nach dem offiziellen Teil zogen wir weiter zum Kneipenspiel im nahegelegenen Altstadtkeller, wo wir uns unter die Gäste mischten und mit unserem Guggen‑Sound kräftig einheizten. Je enger, je besser war wohl das Motto an diesem Abend in den Kneipen, so dass wir uns im gesamten Keller verteilten und einen guten Sound ablieferten. Danach führte uns der Weg unter Begleitung zweier extra zur Verfügung gestellter Tour-Guides zur Brauereigaststätte Roßknecht. Auch hier herrschte ausgelassene Stimmung, die Gäste ließen sich schnell anstecken und feierten motiviert die Weiberfasnet mit. Zur Belohnung für einen gelungenen Auftritt winkten zahlreiche Karaffen edlen Gerstensaftes aus dem Braukeller im Biergarten. Zum Abschluss ging es noch einmal kurz über den Marktplatz, bevor wir mit dem Bus in Richtung Kieselbronn durchstarteten.  

Am Faschingsfreitag veranstalteten wir um 11.00 Uhr den schon traditionellen Kinderumzug mit der Grundschule Kieselbronn. Der Zug führte zweimal über den Parkplatz am Heinloch und wurde von der Kieselbronner Polizei sicher angeführt und begleitet. Im Anschluss fand auf dem Schulhof noch unser Platzkonzert statt. Die Schülerinnen und Schüler ließen sich schnell von der Musik mitreißen: Es wurde geklatscht, getanzt, geschunkelt und gelacht, und gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern formierten die Kinder eine rekordverdächtig lange Polonaise über den gesamten Schulhof. Wiederum ein toller Vormittag, der von zahlreichen Eltern als Zuschauer begleitet worden war. Nach dem gelungenen Auftritt kehrten wir kurz zu einem gemeinsamen Mittagessen in Sonjas Friseursalon ein.

Und am Abend dann praktisch ein weiteres Highlight, der Gaiseschennerball. Wir sorgten mit zwei Auftritten für musikalische Höhepunkte des Abends. Bereits um 21.30 Uhr brachten wir unter Mitwirkung unserer Alters‑ und Ehrenabteilung „Gaißbart die Halle zum Beben. Mit 43 Musikerinnen und Musikern und allen vier vorhandenen Kostümvarianten der Gugge-Gaiße boten wir ein eindrucksvolles, farbenprächtiges Gesamtbild, das das Publikum mitriss. Schade eigentlich, dass die Generation Babyboomer unter den Gästen bisle arg schwach vertreten war.

Um 23.30 Uhr folgte der zweite Auftritt. Auch hier zeigten sich die überwiegend jüngeren Besucherinnen und Besucher begeistert: Mit viel Spielfreude, kräftigem Sound und spürbarer Energie setzten wir einen weiteren stimmungsvollen Akzent und rundeten den Abend eindrucksvoll ab. Danke an unsere „Gaißbärte“ und „ohne Bärte“, welche sichtlich von ihrem Auftritt berührt waren und versprachen, künftig immer am Gaißeschennerball ihre Instrumente und Kostüme abzustauben und einsetzen zu wollen.

Und von Samstag bis Faschingsdienstag waren wir natürlich auch aktiv. Doch Erstens wäre der Bericht viel zu lang und Zweitens, wer schreibt ihn bis Redaktionsschluss, wenn man nur zum Schlafen zu Hause ist? Fortsetzung daher nächste Woche im Gemeindeblatt, jetzt kehrt ja wieder der Alltag langsam ein.

TK